Lerne Jakob kennen und erfahre, wie er zum Thema Arbeitnehmer­­­­überlassung steht. Wir haben ihn im gemeinsamen Gespräch nach seinen Erlebnissen gefragt und um ungeschönte Antworten gebeten!

Frank (Gla-Wa): Wie ist dein Name und wie alt bist du?

Jakob (BIW): Ich bin Jakob und ich bin 32 Jahre alt.

Frank: Wie lautet deine Berufsbezeichnung?

Jakob: Industriekaufmann beziehungsweise Projektleiter.

Frank: Seit wann bist du bei BIW und was hast du vorher gemacht?

Jakob: Ich bin seit September 2012 bei BIW. Bis Dezember 2013 über die Gla-Wa und dann kam die Übernahme.

Frank: Wie bist du auf BIW aufmerksam geworden beziehungsweise an den Job gekommen?

Jakob: Ich habe mich damals auf diverse Stellen beworben, auch bei verschiedenen Zeitarbeitsfirmen. Die Gla-Wa hatte mich angesprochen und eingeladen. Es wurde auch schon in Aussicht gestellt, dass im September eine Stelle frei werden könnte. Ich wurde konkret wegen BIW angesprochen, vorgestellt und der Eindruck war soweit positiv, so dass man sich für mich entschieden hat.

Frank: Hattest du damals Bedenken, für ein Zeitarbeitsunternehmen zu arbeiten und wenn ja, haben sich diese bestätigt?

Jakob: Ja! Ich war schon bei verschiedenen Zeitarbeitsfirmen. Da musste ich leider schlechte Erfahrungen, zum Beispiel im Call-Center, machen. Das schien nicht ganz so seriös zu sein. Da habe ich dieses Image selbst hautnah und live miterleben müssen.

Frank: Hat sich deine Meinung in Bezug auf Zeitarbeit seit damals verändert?

Jakob: Ja! Nachdem ich mich bei Gla-Wa beworben hatte und dann direkt eine Festanstellung bekommen habe, war alles sehr positiv. Da war ich quasi selbst ein Positivbeispiel! Man sollte jeden Strohhalm, jede Chance, ergreifen und die Erfahrung selber machen.

Frank: Welchen Tipp würdest du Menschen mit auf den Weg geben, die sich unsicher beim Thema Zeitarbeit sind beziehungsweise sich in einer ähnlichen Situation wie du damals befinden?

Jakob: Einfach versuchen! Selbst wenn es auch mal negativ ausfällt. Man kann auch daraus etwas lernen. Beim nächsten Mal kann es ja auch klappen.

Frank: Wie war deine Zeit bei Gla-Wa, hast du dich als Mitarbeiter dort wohlgefühlt?

Jakob: Ich war ja bei BIW vor Ort tätig und habe dann eher am Ende des Monats an der Lohntüte gemerkt, dass ich noch bei Gla-Wa angestellt bin. Das lag zum einen an der tollen Integration und Unterstützung hier im Betrieb und zum anderen daran, dass die Gla-Wa mich einfach hat machen lassen. Das war sehr gut!

Frank: Würdest du dich, aus heutiger Sicht, wieder bei Gla-Wa bewerben beziehungsweise alles genauso machen?

Jakob: Falls ich aus irgendwelchen Gründen wieder arbeitssuchend sein sollte, werde ich Gla-Wa direkt ansprechen. Die haben ja viele Kontakte zu unterschiedlichen Betrieben und auch einen guten Ruf. Die sind bemüht, jeden einzelnen Mitarbeiter, der einen Job sucht, zu betreuen, sich darum zu kümmern. Man ist nicht einfach nur eine Karteileiche, wie bei vielen anderen Zeitarbeitsfirmen, bei denen man sich vorstellt und dann nie wieder etwas hört. Wie gesagt, Gla-Wa hat sich damals mehrfach gemeldet und geschaut, wo ich am besten reinpassen könnte. Gerne immer wieder!

Frank: Was sind deine täglichen Aufgaben bei BIW und was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Jakob: Ich bin im Verkaufsinnendienst tätig. Dort betreue ich Kunden und Projekte und damit fühle ich mich sehr wohl. Ich versuche unsere Kunden so zu betreuen, wie ich selber betreut werden möchte. Ich will, dass sie zufrieden sind, sich wohlfühlen und gerne bei uns bestellen. Es geht nicht immer um den Preis, sondern auch um den Service. Ich mag es einfach, mit Menschen zu arbeiten. Ich glaube, ich kann das auch gut. Ich bin sachlich, freundlich und ruhig. Man muss im Verkauf auch mal ein bisschen taff sein, aber das liegt mir. Auch die Arbeit intern bei BIW mit den Kollegen ist super, eine familiäre Atmosphäre!

Frank: Wodurch unterscheidet sich BIW von anderen Unternehmen?

Jakob: Es ist ja ein familiengeführtes Unternehmen, in dem geschaut wird, dass die Atmosphäre, das Menschliche und das Soziale passen. Es läuft hier nicht nach einer ‚Hire and Fire‘ -Politik. Es wird geschaut, wie die Mitarbeiter am besten gefördert werden können. Ich hatte ja auch vorher schon andere Unternehmen erlebt und das war wirklich nicht das Gelbe vom Ei. BIW ist wirklich ein Vorbild in Sachen Unternehmensführung und wie man mit Mitarbeitern umgeht, damit sie sich wohlfühlen und motiviert sind. Die Atmosphäre und die Bedingungen hier bei BIW sind top. Ich habe vorher bei einer Spedition mit 20 Mann gearbeitet, da war der Ton ganz anders und im Vergleich zu BIW das komplette Gegenteil. Ich hatte Glück! Ursprünglich komme ich ja aus Stuttgart. Dort habe ich eine Ausbildung in einem ähnlich großen Unternehmen gemacht, auch familiär geführt, da war auch alles sehr positiv. Es gab ein ähnliches Leitbild, daher habe ich diesen Vergleich. Es gibt hier bestimmt auch Mitarbeiter, die nicht so zufrieden sind, wie ich es bin. Aber nicht jeder hat den Vergleich zu anderen Unternehmen, um zu schätzen, wie gut es wirklich hier ist.

Frank: Was müssen Bewerber mitbringen, um in deinem Bereich erfolgreich zu sein?

Jakob: Selbstbewusstsein, offen für Unbekanntes, aus der Komfortzone herausgehen können. Seinen Horizont erweitern, nicht nur privat, sondern auch beruflich. Man muss teamfähig sein und man sollte auch Kritik annehmen können. Pflichtbewusstsein ist auch wichtig. Jeder muss seinen Beitrag leisten, ansonsten funktioniert das tägliche Leben nicht. Ich kann Socken tragen, weil die irgendjemand irgendwo gestrickt hat. Vielleicht zu einem schlechten Lohn. Oder die Lkw-Fahrer. Stehen ständig im Stau und transportieren die Ware zum Supermarkt, damit ich abends einkaufen gehen kann. Jeder trägt seinen Teil dazu bei. Jeder muss sein Bestes geben, sonst funktioniert das alles nicht. Und wenn man diese Erwartungen an andere hat, dass man einen bestimmten Service oder ein gutes Produkt bekommt, dann muss man immer bedenken, dass dahinter auch Menschen stehen, die diese Arbeit geleistet haben. Das muss man aber auch selber erbringen!

Nicole Glania (Gla-Wa): Du hast ja gesagt, dass du als Industriekaufmann angefangen hast. Am Anfang musstest du ja erst einmal in alles eingearbeitet werden. Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, leitest du ja mittlerweile Projekte. Das heißt, du hast dich…

Jakob: …Ich habe mich hochgearbeitet. Wir haben ja verschiedene Stellen im Verkaufsinnendienst. Beispielsweise die Serienbetreuung, also Produkte, die immer laufen. Dann haben wir eine Kalkulation und auch noch die Projekt-Betreuung. Vor 2015 war das nicht so. Da hat jeder alles gemacht. Aber dann haben wir gemerkt, das geht so nicht weiter. Das ist zu viel für den Einzelnen. Darunter leidet die Qualität, in Hinsicht auf Betreuung gegenüber den Kunden. Also haben wir die Aufgaben anders verteilt und meine Vorgesetzte im Verkaufsinnendienst hat mich gefragt, ob ich unsere Projekte betreuen möchte. Sie hat mir das zugetraut, da habe ich dann auch Ja gesagt. Und jetzt betreue ich das Gebiet Süddeutschland, die Schweiz und Österreich.

Nicole Glania: Respekt! Das ist eine tolle Entwicklung.

Jakob: Jetzt ist die Überlegung, ob ich vielleicht noch etwas anderes mache, zusätzlich die Kalkulation, z.B. Das ist noch mehr Verantwortung, denn man muss die Preise gestalten und wenn man da irgendeinen Fehler macht oder etwas nicht berücksichtigt, dann verkauft man etwas unter dem eigentlichen Wert, im schlimmsten Fall.

Nicole Glania: Also das finde ich wirklich klasse, dass Sie hier Ihren Weg gemacht haben.

Jakob: Vor allen Dingen merke ich, dass meine Arbeit auch entsprechend wertgeschätzt wird. Ich bin aber auch jemand, der jetzt nicht direkt mehr Gehalt fordert, nur weil ich mehr Verantwortung übernehme. Ich warte einfach ab, ob es von alleine kommt, ansonsten melde ich mich zum passenden Zeitpunkt. Dafür muss man halt auch ein gewisses Feingefühl haben. Viele fordern immer sofort viel, haben aber noch nicht das Gleiche geleistet wie ein Anderer. Auch da der Bezug wie vorhin: Man muss erst mal seine Leistung erbringen, damit der Kunde und die Geschäftsführung zufrieden sind und auch die Kollegen intern mit der geleisteten Arbeit. Erst dann sollte man Dinge einfordern und nicht andersherum!

Nicole Glania: Bitte behalten Sie diese Einstellung bei und teilen Sie dies gerne! Im ganzen Unternehmen und darüber hinaus!

Jakob: Ich möchte noch etwas zu Ihrem Unternehmen sagen. Bereits im ersten Gespräch in der Niederlassung hatte ich den Eindruck, dass Ihre Mitarbeiterin sich wirklich ernsthaft für mich einsetzt. Dieses Gefühl hatte ich bei anderen Unternehmen nicht unbedingt.

Nicole Glania: Das freut mich wirklich sehr und ich gebe das Kompliment gerne weiter.

Bilder von Jakob und seinem Arbeitsplatz!